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NIL live in der Alten Molkerei

NIL live in der Alten Molkerei

NIL – No inner Limits rockten am Samstagabend des 26. März 2011 die Bühne des Kulturortes Alte Molkerei in Bocholt. Die fünf Schermetaller präsentiertem ihrem Publikum unter anderem ältere Stücke im neuen Gewand sowie Tracks aus ihrer aktuellen CD The Phoenix is rising.

NIL – Biografie [Quelle]

Kontaktanzeigen helfen sich zu finden. Nicht nur wahren Leben sondern auch im Musikgeschäft. So geschehen Anfang der Neunziger im westlichen Münsterland. Musikalisch alle auf der gleichen Schiene nannten wir uns No Inner Limits und fanden unseren Proberaum im elterlichen Keller. Zur Freude der umliegenden Nachbarschaft. Nach dem ersten Proben und den ersten Stücken (selten unter 10 Minuten) und einer erneuten Anzeige in der Zeitung, tat sich die Chance für einen eigenen Proberaum auf. Ein typischer Muffraum auf dem Hof eines Dammwildzüchters. Im Winter zu kalt und im Sommer zu heiß. Aber dafür ein eigenes Reich. Selbst ausgebaut und eingerichtet. Abgesehen von den Eingeweiden und Tierkörperhälften im Vorraum ein schöner Proberaum.


Die ersten Erfahrungen in Sachen CD-Produktion nahmen 1994 ihren Lauf, und so fanden wir uns in einem holländischen Studio wieder, in dem die Bänder der analogen Bandmaschine nur halb so lang waren wie die zur Schau gestellten Zehennägel des Studiobesitzers. Flip Flop of death….. Dann kamen die ersten Kontakte mit Fotografen, Designern und sonstigen Vollprofis im Showbiz. Echt spannend so ein musikalisches Hobby.Und alles ohne Noten lesen zu können. Balance,so der Titel der EP, schlug ein wie eine Bombe und bescherte uns eine nicht unwichtige Wahrnehmung in der Szene Mitte der Neunziger. Super Kritiken und immer wieder der über dem grünen Klee gelobte Gesang. Ein Markenzeichen bildet sich heraus.

Nach zwei Jahren in der „Balance“ wird der erste Longplayer namens „the planets pulse“ in Angriff genommen und es entwickelt sich zu einer ersten großen Herausforderung für die ganze Band. Golf2 und Mercedes Benz W123 befördern die Band 1996 zum Fotoshooting nach Paris und glücklicherweise auch wieder zurück. Zusammenarbeit und Kreativität in der Band stimmen, und der Paris Trip tut sein übriges dazu.

Auch wenn einige der Franzosen sich von uns als „Knabe“ anstatt Kellner rufen lassen müssen. Oder was war noch mal der Unterschied zwischen „garcon“ und „gastonne“?

Bei den folgenden Auftritten der Band wurden weitere Kuriositäten ans Tageslicht gebracht. So zum Beispiel 1997 in einem Bunker in Aachen. Zum Souncheck sagte uns irgend so ein Typ, dass der Mischer nicht da wäre und dass wir ohne Soundcheck als Hauptband auftreten müssten. Da gab’s lange Gesichter. Noch längere Gesichter stellten sich ein, als derselbe Typ während des Konzertabends hinter die Knöpfe ging und mit Arschvolltoll die Vorbands ab(würgte)mischte. Gut, wenn man seine eigenen Leute mitbringt. Zu guter Letzt sind wir nach dem Konzert als letzte aus dem Gebäude raus und haben das Licht aus und die Türe zu machen müssen………. was man eben nicht alles so tut für ein Leben als Rockstar. Morgens um 6 Uhr in Holland im Proberaum getroffen! Den Anhänger voll gepackt mit Stand und Co. und mit fünf Mann in den betagten W123er mit seinen unglaublichen 60 Killerdiesel-PS Richtung Stuttgart (Röhre) zum Metal Markt. Und abends mit 90 km/h wieder zurück! That’s Rock!


1998 Konzert in der Nähe von Heidelberg gespielt und nachts in einer riesigen Turnhalle übernachtet. Da war an Schlaf nicht zu denken. Auf jeden Fall nicht so lange es noch Bier gab und nicht jedes Turngerät mindestens ein mal ausprobiert wurde. Wie gut d, dass wir nicht aufräumen mussten. Schön war die Polizeikontrolle 1999 mit Herrn Antwerpes himself. NIL auf dem Heimweg nach einem erfolgreichen Auftritt und dementsprechend gut abfefüllt. Bis auf dem Fahrer(Arndt) natürlich. Kontrolle auf der Autobahn. Nichts geht mehr. Fenster runter Bierdunst raus. „Haben sie etwas getrunken?“ „Nee, ich nicht, aber die anderen!“ Er: „Das kann ja jeder sagen! Dann hauchen sie mich doch bitte mal an!“ Arndt: „Ich bin aber erkältet wie Sau und habe zwei Döner auf!“ Er: „Das ist mir egal, und jetzt bitte ins Gesicht hauche!“ Arndt hauchte seinem gestrengen Gegenüber wie angeordnet ins Gesicht und bemerkte sofort das Beschlagen der Brille und einen leuchten Anflug von Leichenstarre. Ein kurzes „Danke“! Weiterfahren!“ beendete die Verkehrskontrolle zur allgemeinen Belustigung der stinkenden Fahrgäste, und zwar ohne Vorteigen von Papieren! Geht doch! Immer wieder erstaunlich, wie sich manche „Musiker“ den anderen gegenüber verhalten, wenn es darum geht , wer vor wem spielt und damit prahlen muss, wie gut man doch ist. Oder auch nicht. So jüngst geschehen Anfang 2010 im schönen Ruhrgebiet. Echte fiese, gemeine Rocker mit komische Hüten und bösen Sonnenbrillen! „ Wir sind ja so böse und wissen gar nicht wohin mit soviel Boshaftigkeit. Wir sind sogar so böse, dass wir vor und während eines Auftritts keinen Tropfen Alkohol zu uns nehmen!“ Dumm nur wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass doch nicht alle Bandmitglieder so böse sind wie Herr Oberböse an seinem Eierschneider und kurz vor der anstehenden Überseetour bei der bösen Boygroup den Dienst quittiert. Schön, wenn sich manche Sachen von selbst erledigen.

Als erledigt kann man auch einen nicht all zu lang gewesenen schriftlichen Beitrag einer 20jährigen Mitmenschin betrachten, die wahrscheinlich eine zu hohe Portion Weisheit in ihren morgendlichen Vollwertkörnerfrühstück hatte und auf Grund nicht vorhandenen Fachwissen eine CD- Rezension zu unserer 2009 erschienenden EP „The Phoenix Is Rising“ mit Hilfe einer gewissen Tante Wikipedia hervorzauberte. Zur allgemeinen Belustigung der Band und allen anderen Vollblutmusikern und Freunde von No Inner Limits.!!! Hätte die Dame ein Praktikum bei einer großen Zeitschrift gemacht, wäre sie wahrscheinlich noch vor der ersten Frühstückspause wieder zuhause gewesen. Mit Hilfe von Firefield Records wird 2011 ein weiteres Jahr in der Bandgeschichte von No Inner Limits eingehen, und wir werden alles daran setzen dass noch weitere folgen werden und die NIL-fahrt mit voller Kraft voraus, mit dem Silberling „of Yesteryear“ im Gepäck, weiter geht!

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