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Der Black live beim pitt

Der Black live beim pitt

Der Black – live „Zum Pitt“ am 02.06.2012, 20.30 Uhr. Die Gaststätte „Zum Pitt“ in Bocholt-Suderwick hat sich längst zum Veranstaltungs-Geheimtipp gemausert. In loser Reihenfolge finden hier die unterschiedlichsten Konzerte und Veranstaltungen statt. Und am 02.06.2012 steht das nächste Highlight an: „Der Black“ kommt.

 

Mit politisch-satirischen Songs bleibt Black der aufklärerischen Liedtradition treu. Der Titel „Grundsätzliches“ auf seiner aktuellen CD ist sicher die treffendste der gesungenen Satiren auf unsere schöne neue Shareholder-Value-Welt. Und: Blacks schöne und klare Gesangsstimme – sie kommt seiner parodistischen Vorliebe für die liturgische Floskel in besonderer Weise entgegen – hat in all den Jahren nichts von ihrem viel gerühmten Glanz verloren. „Ich freue mich sehr, dass wir so einen hochkarätigen Künstler verpflichten konnten“ so Manfred Britzius, Betreiber der Gaststätte „Zum Pitt“, „Zumal Auftritte von „Der Black“ in den letzten Jahren rar gesät waren und man nicht so schnell die Chance hat, diese Satire förmlich aus erster Hand zu bekommen.“ Die Besucher dieses Konzert-Highlights der etwas anderen Art erwartet also ein bunter Reigen von gesellschaftskritischer  Satire, Klassikern der „Schobert und Black“-Zeit bis hin zu urkomischen Limericks – gelungen vorgetragen von einem „Barden“ der alten Schule. Eintrittskarten für den Abend mit „Der Black“ gibt es zum Preis von 10 Euro beim Bocholter-Borkener Volksblatt und in der Gaststätte „Zum Pitt“. Abonnenten des Bocholter-Borkener Volksblatt zahlen Karte – in der Geschäftsstelle am Europaplatz in Bocholt – nur 9 Euro je. Es gilt ein erhöhter Abendkassenpreis.

 

Wolfgang „Schobert“ Schulz sang ab 1961 mit seinem Schulkameraden Reinhard Mey und einem wechselnden dritten Mann als „Les trois Affamés“ (Die drei Verhungerten) englische, französìsche und spanische Folklore sowie selbstvertonte Balladen von François Villon und Gedichte von Georg von der Vring (u.a. auch mit Peter Rohland). Lothar „Black“ Lechleiter machte ebenfalls seit 1961/62 in verschiedenen Gruppen Folkloremusik und traf im Herbst 1965 auf Schobert. Beide verstanden sich auf Anhieb und gründeten noch im Herbst 1965 das Duo „Schobert & Black“. Im Sommer 1966 traten sie auf der Burg Waldeck erstmals als Schobert & Black auf. Ihr Repertoire bestand zunächst aus Vertonungen von Texten von Fritz Graßhoff und Nachdichtungen französischer Chansons. Später sangen sie hauptsächlich Chansons sowie politisch-satirische und lustige Lieder aus eigener Feder. Schobert lieferte dazu die Kompositionen und Arrangements sowie viele Texte, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Black oder Schoberts Schulfreund Wolfgang Eickelberg entstanden. Darüber hinaus schrieb Schobert auch für Kollegen wie Joana, Antonia Maass und Inga & Wolf oder produzierte Künstler wie Hanns Dieter Hüsch, für dessen Album „Abendlieder“ Schobert z.B. sämtliche Titel als Orchesterarrangements ausarbeitete. Insgesamt viermal waren Schobert & Black auf der Burg Waldeck. Black war früher bereits mit den „Neussern“, später „Pontocs“, auf der Burg. 1964, beim ersten Festival, traten sie bereits auf, überwiegend mit südamerikanischen und afrikanischen Liedern. 1969 folgte die erste Tour Schobert und Blacks mit Hannes Wader. Nachdem sie Anfang der 1970er Jahre mit Hüsch auf Konzertreise gingen, tourten sie 1973/74 gemeinsam mit Ulrich Roski und Hannes Wader. Im Jahre 1975 wurden Schobert & Black mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chanson ausgezeichnet.


Mehr als 20 Langspielplatten wurden von Wolfgang Schulz und Lothar Lechleiter veröffentlicht, darunter ein Doppelalbum mit Kalenderliedern nach Texten von Fritz Graßhoff und Felix Rexhausen sowie ein Live-Doppelalbum. Schobert & Black hatten jährlich bis zu 300 Auftritte und füllten dabei auch die größten Säle, wie die Gruga-Halle in Essen oder die Philharmonie in Berlin. Im Jahre 1985 beschlossen beide, zukünftig künstlerisch getrennte Wege zu gehen. Black zieht es auch heute noch auf die Bühne. Ebenso veröffentlicht er weiter Tonträger, so u.a. 2004 zusammen mit Pit Klein eine CD zu Leben und Werk von Fritz Graßhoff. Schobert starb während der Arbeit an einer Solo-LP 1992 in Berlin an plötzlichem Herzversagen.

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